Vor einigen Wochen waren wir zu Besuch bei Max Eltern. Dort haben wir zwei Zimmer in der Wohnung seiner Schwester im Anbau nebenan. (HIER und HIER) Die Wohnung ist vor kurzem renoviert worden und es gab eine neue Haustür und logischerweise neue Schlüssel. Allerdings nur zwei. Mit dem einen war Max Schwester über das Wochenende verreist und den anderen bekamen wir. Es war Januar und draußen lag dicker Schnee. 






Man kann sich also denken was passiert ist: Wir haben uns ausgesperrt, da jeder dachte, der andere hätte den Schlüssel. Wir konnten natürlich rüber zu Max Eltern aber alle unsere Sachen (inklusive der Autoschlüssel) lagen in der Wohnung. Zum Glück hatte ich ein Dachfenster zum Lüften offen gelassen und Max konnte wie Spiderman über das Garagendach in das angrenzende Fenster klettern. Damit war unser Wochenende (und das seiner Schwester mit dem Ersatzsschlüssel) gerettet. 





Eins habe ich dabei jedenfalls gelernt. Erstens: Man braucht Zuhause einen festen Platz für seinen Schlüssel, damit man immer weiß wo er ist, um ihn einzustecken. Und Zweitens: Ein schöner Schlüsselanhänger hilft den Schlüssel nicht zu vergessen. Und damit komme ich auch zu meinem "do it yourself" für heute. Ich habe nämlich am Wochenende Holzperlen bemalt und daraus Schlüsselanhänger gebastelt. Und weil mir das richtig Spaß gemacht hat, bin ich direkt mal in Serie gegangen. Bei uns hängt jetzt an jedem Schlüsselbund ein solcher Anhänger :-) ( Bei Max nicht. Ich arbeite noch an einer männlicheren Version.)





Ihr braucht:

2 Holzperlen mit Loch
Lederband ca 15-20cm lang
Acrylfarbe
Schlüsselring
Bleistift
Pinsel


1. Zuerst nehmt ihr euch eine Kugeln mit wenig Holzmaßerung für das Gesicht des Anhängers. Das Gesicht habe ich frei Hand mit Bleistift aufgezeichnet. Einfach ein bisschen rumprobieren und darauf achten, dass ihr mit den Haaren genug Platz lasst für das Gesicht. Das soll nämlich weit auseinander stehende Augen bekommen. Die Holzperlen habe ich dann auf einen Stift gesteckt, ähnlich wie bei Cakepops. So lassen sie sich besser bemalen. Mit Acrylfarbe und einem feinen Pinsel die Haare malen und trocken lassen. Anschließen für die Augen zwei schwarze Punkte malen und den Mund herzförmig in rot. Wenn die Farbe getrocknet ist, malt ihr die weißen Punkte für die Augen. Beim Körper einfach genauso verfahren. Lieblingsfarbe aussuchen und los geht's. 

2. Dann nehmt ihr das Lederband und legt eine Schlaufe um den Schlüsselring. Zuziehen und die Holzperlen an den beiden losen Ende auffädeln. Dann unten einen Knoten oder zwei machen, damit die Perlen auch halten.






Heute habe ich mich zuhause promt wieder ausgesperrt. Aber zum Glück war Max ja da. Ich weiß auch nicht, wie das passiert. Das muss so ein Gen-Ding sein, da bin ich mir sicher. Wobei das bei sonst keinem in der Familie vorkommt. Oder allen anderen passiert das auch ständig, sie erzählen es nur nicht. 






Da schwingt nämlich immer so ein "dem Tollpatsch kann man ja nichts anvertrauen" mit. Ich finde das ist Quatsch. Ist ja nicht so als würde man ständig über die eigenen Füße fallen und ich habe auch noch nie etwas wirklich verloren. Das ist eher ein völlig in sehr, sehr wichtigen, weltverändernden Gedanken sein und dann im gewohnten Umfeld mal eben die Tür zuschmeißen und merken: Hoppla....Schlüssel vergessen. Also vielmehr etwas tiefenpsychologisches als eine Charakterschwäche. Oder eben weil man richtig schlau ist und dafür woanders sein Gehirn einsparen muss. :-D






Habt ihr euch schon mal ausgesperrt oder seid ihr "Schlüsselverleger"? Erzählt mal =)



PS: Ich lasse Max den Text lesen und frage: "Findest du das klingt als wäre ich ein Vollhorst?" Max: "Neeein." Auf dem Rückweg von der Küche ins Büro stolpere ich über einen H&M Karton und lasse dabei fast den Laptop fallen....Soviel dazu.