Maditas Haus

Clean up your mess

20 Januar 2014
Aussortieren fällt keinem leicht. Meistens haben wir uns an das Chaos gewöhnt und es fällt uns kaum noch auf, oder wir verbinden einfach zu viele Erinnerungen mit Dingen, die wir eigentlich nicht mehr brauchen. Zumindest geht es mir so. Deshalb habe ich die letzten Tage damit verbracht, mich von einigen Sachen zu trennen und in meiner Wohnung Ordnung zu schaffen. Denn, wo Platz ist, entsteht auch Raum für Neues. Und damit meine ich nicht nur "neue Sachen", sondern eine aufgeräumte, leere Wohnung wirkt sich auch positiv auf unser Inneres aus. Ein paar Tipps und Tricks, wie das am besten funktioniert habe ich hier für euch zusammengetragen.






1. Schaffe eine gute Atmosphäre

Um auszumisten braucht man Zeit. Am besten gelingt das, wenn man sich Raum für Raum vornimmt und ein paar Stunden dafür einplant. An einem Tag die ganze Wohnung zu ordnen klappt in der Regel nie. Mir hilft es, wenn ich mir Musik anmache. Irgendetwas, das mich motiviert und gute Laune macht. Was mir immer hilft, ist mir vorzustellen, wie alles aussieht, wenn ich fertig bin. Meistens merke ich dann, wie sehr mich die vollgestopften Ecken nerven.



2. Konzentriere dich auf das Wesentliche


Außerdem ist es hilfreich, wenn man sich überlegt, was man wirklich braucht und haben möchte. Meistens ist die Wohnung doch voller Dinge, die unbeachtet Schränke, Schubladen und Regale verstopfen. Viele Menschen hängen besonders an Kleinkram. Seien es die Muscheln aus dem letzten Nordseeurlaub, Geschenke, die man nie wirklich gebraucht hat oder alte Postkarten und Briefe. Hier gilt: weniger ist mehr. Niemand verlangt, dass man jetzt die Liebesbriefsammlung wegwirft. Aber zwei Muscheln, statt einem Eimer voll, reichen doch völlig aus. Auch nicht jeder Liebesbrief oder jede Urlaubspostkarte muss aufgehoben werden. Manchmal sollte man auch mal loslassen können. Was nicht mehr benötigt wird, muss auch nicht bleiben.





3. Wie wäre es mit Unterstützung?


Wenn es um meinen Schrank geht, fällt mir Aussortieren richtig schwer. Bei anderen Ecken wiederum bin ich schnell fertig. Unser Büro hatte ich in zwei Stunden aufgeräumt und bin glückseelig mit dem ganzen Müll aus dem Haus zur Tonne gestapft. Aber als ich mir aber meinen Schrank vornehmen wollte, war plötzlich jede Motivation weg. Nach langem hin und her habe ich zwei, drei Teile herausgezogen und gedacht: " Sooo, fertig. Den Rest könnte ich ja wieder brauchen. Mode ändert sich ja stääändig..."  Hier ist die Hilfe einer außenstehenden Person gefragt. Zum Beispiel eine gute Freundin oder die eigene Schwester. Jemand der anfängt zu schreien, wenn man die olle Jogginghose aus dem Schrank zerrt und fest entschlossen zurücklegen will. ("Ich will doch ab morgen wieder Sport machen und vorm Fernseher geht die auch noch!").  Was meinen Schrank angeht, muss ich gestehen, dass ich davon höchstens 10% wirklich trage. Der Rest liegt dort, falls ich irgendwann wieder reinpasse, plötzlich entdecke, dass Gelb mir unglaublich gut steht, oder ich mich für Blusen mit Hundeprint nicht mehr zu alt fühle.." Hier ist eine gute Freundin gefragt, die einem für diesen Selbstbetrug die Augen öffnet.







4. Behalten oder Wegwerfen?

Beim Ausmisten von Klamotten, Schuhen, Taschen und Schminke hole ich mir meine Sachen immer stapelweise aus dem Schrank, oder kippe die Schublade auf dem Bett aus. Mir hilft es, alles mal in der Hand gehabt zu haben, um mich zu entscheiden. Auf diese Weise schmeiße ich auch mehr weg. Bei meiner Kleidung bilde ich drei Stapel.  Der eine ist der "Behalten-Stapel", der zweite der "Vielleicht- Stapel" und der dritte der "Das kann weg- Stapel". Zum Schluss gehe ich die Sachen des zweiten Stapels, wo ich mir unsicher war, nochmal durch und teile ihn auf die anderen beiden auf. Beim Entrümpeln von Räumen oder Schubladen reicht mir eine Mülltüte. Der Kleiderschrank ist halt mein Schwachpunkt...

 Es gilt die Faustregel: Was man ein Jahr nicht mehr getragen oder benutzt hat, kann weg. (davon ausgeschlossen sind logischerweise wichtige Unterlagen für das Finanzamt etc ;-) Ganz wichtig: Gut auf die Mülltüte aufpassen. Es soll ja Leute geben, die Sachen daraus wieder rausholen! Und dabei schaue ich jetzt gerade auch mit zugekniffenen Augen meinen Hund an. Und er ist nicht der Einzige hier... ;-) Meine aussortierten Sachen, die nicht in den Müll wandern, sammel ich in einer Kiste.







5. Flohmarkt, Kleiderkreisel und Co.



Wohin mit den Dingen, die für den Müll zu schade sind? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die aussortierten Sachen loszuwerden, . Bei Manchen lässt sich sogar noch etwas Geld verdienen. Zum Beispiel auf dem Flohmarkt, bei Kleidertauschparties oder bei Kleiderkreisel.de. Aber es gibt auch zahlreiche soziale Einrichtungen vor Ort, die eure ausgemisteten Sachen nehmen.


6. Platz für Neues

Es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn die Wohnung  aufgeräumt und geputzt ist. Jetzt einmal tief durchatmen.  Nun kommen nicht nur Lieblingsstücke wieder zum Vorschein, sondern es ist auch Platz für Neues da. Gerade neue Deko- oder Einrichtungsideen kommen mir meistens dann, wenn ich einen Raum von all dem überflüssigen Kram befreit habe. Und ganz ehrlich: Ich habe noch nie einer aussortierten Sache hinterhergetrauert.


Kommentare on "Clean up your mess"
  1. hallo liebe anne,
    ein super bericht hast du da geschrieben, und wirklich, entrümpelt befreit und fühlt sich nach danach soooo sehr super an. letzte woche war ich wieder mal an meinem kleiderschrank .... und jeden morgen freue ich mich nun das er so luftig und aufgeräumt ist.
    liebste, ordentliche grüße schickt dir die ♥uli

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  2. Huhu Anne,
    schöne Tipps sind das und alle ziemlich wahr. Auf meiner alten Arbeitsstelle hat man mich immer die "Ordnungs-Kathy" genannt und deswegen kann ich ziemlich gut nachvollziehen, wie gut es einem gehen kann, wenn man jede Menge Altlasten weggeschmissen hat. Das mache ich jetzt vor dem Umzug genauso. Lieber drei Mal fragen, ob ich noch was brauche und immerhin steckt auch die Motivation dahinter, dass man das Teil am Ende nicht mehr schleppen und auspacken muss. :-) Mit dem Trick versuche ich es jetzt nämlich auch bei meinem Freund. Der ist nämlich auch so einer, der sich die Mülltüte zur Kontrolle am liebsten wieder schnappen würde. Vielleichte lese ich ihm auch gleich nochmal deine Tipps vor. ^^
    Liebe Grüße, Kathy

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  3. Danke für den tollen Artikel! :-)

    Ich habe auch noch zwei Tipps:
    - mit den Augen eines Fremden durch die Wohnung gehen und alle Gerümpel-Ecken und -Stellen fotografieren, das motiviert ungemein. :-)
    - Erinnerungen, die nur in Schubladen und Co. versauern, aber ja eben doch eine Erinnerung sind, fotografieren und dann wegwerfen/-geben. Ergibt mehr Platz und anschauen kann man es trotzdem noch.

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    1. Hallo Katy,
      danke für die tollen Tipps. =) Darauf bin ich garnicht gekommen.

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  4. Hey! Hab Dich gerade ganz neu entdeckt, und es gefällt mir bei Dir sehr! Die Tipps sind Gold wert, gerade im Frühjahr miste ich immer einmal ganz radikal aus. Besuch mich doch auch mal, ich hab gerade ein tolles Giveaway ;). LG, Rieke

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